Energy Lab 2.0

Power-to-Gas - die Methanisierungsanlagen

blauer zweistöckiger Containerbau mit geöffneten Türen. Einblick in die Methanisierungsanlage durch die Türen.
Die Methanisierung ist ein wichtiger Schritt, um "grünen" Strom umzuwandeln und so effizient zu speichern. Das Methan lässt sich in das öffentliche Gasnetz einspeisen und bei Bedarf nutzen.

Im Energy Lab 2.0 wird „grüner“ Wasserstoff und Kohlendioxid aus der Luft in Methan umgewandelt. Das geschieht in großen Containeranlagen mittels Wabenmethanisierung und Dreiphasen-Methanisierung. 
In beiden Methanisierungsformen wird H2 aus der Elektrolyse zusammen mit CO2 oder CO aus der Luft in Methan, Wasser und Wärme umgewandelt. 
Die Wabenmethanisierung bedient sich einer mit einem Katalysator beschichteten Blechstruktur – dem Wabenreaktor – durch den Wasserstoff und Kohlendioxid strömen. An der modular skalierbaren Oberfläche der Struktur reagieren die beiden Stoffe und werden zu Methan.
Bei der Dreiphasen-Methanisierung wird der Katalysator in einer Flüssigkeit suspendiert. Dabei  durchströmen Reaktivgase das Gemisch im Blasensäulenreaktor. Die Abwärme, die bei dieser Methanisierung entsteht, lässt sich effizient für andere Prozessschritte nutzen. Da die Dreiphasen-Methanisierung sehr schnell an- und abgeschaltet werden kann, eignet sie sich als Zwischenspeichermethode bei schwankender Stromproduktion. 
Wie bei der E-Fuel-Herstellung wird erneuerbare, elektrische Energie in klimaneutrale molekulare Energie umgewandelt und gespeichert. Methan hat gegenüber Wasserstoff den Vorteil, dass es sich problemlos in das bestehende Erdgasnetz einspeisen lässt und somit uneingeschränkt verteilt, gespeichert und genutzt werden kann. Das gewonnene Methan lässt sich auch als Kraftstoff einsetzen.